Gütersloh RL 2012 2. Damen

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Rennberichte Liga

Gütersloh 2012 Regionalligarennen der Damenmannschaft


WEEEEEEEEEETTKAAAAAAMPF!!!!!
Endlich! Brand war ja nur Aufwärmen, aber jetzt geht’s los in die Liga Saison!!! Seitdem ich unsere ersten Damen letzte Woche beim Teamsprint gesehen habe, war ich heiß wie sonst was (und auch ein klitzekleines bisschen nervös)

Samstagabend habe ich dann Paola eingepackt und wir sind schon mal nach Recklinghausen gefahren, damit wir am Sonntag „erst“ um 5.30 Uhr aufstehen mussten.

Dank meiner minimalen Nervosität war ich dann auch um Punkt 5.30 Uhr topfit und wär am liebsten sofort losgerannt. Aber gut, erst mal Frühstücken, doch noch nen Kaffee trinken und noch ne Stunde Autofahrt. Das schöne an so einer Autofahrt an einem Sonntagmorgen: leere Autobahnen!

Pünktlich sind wir also in Gütersloh angekommen, von Tommes („Ey, habt ihr Gummis dabei?“) begrüßt, Kim eingesammelt und unser Support Team Nora und Kristina, sowie Papa Jenny und Mama Kim getroffen. Wechselzone ohne Probleme eingerichtet (und kurze Überzeugungsarbeit geleistet, dass eine Jacke auf dem Rad NICHT nötig ist) ... 5x zum Klo gerannt nur um kurz vorm Start festzustellen, dass ich eigentlich schon wieder muss. Eine Bahn gesucht, auf der noch Platz war (garnicht so einfach bei 80 Starterinnen)  und dann ging es nach „5 bis 10 Minütiger Verzögerung“ los.
Beim Schwimmen bin ich immer am aufgeregtesten, habe auch diesmal direkt mit 2er zug angefangen und kurz überlegt auf einer umzusteigen, aber mir dann gedacht „nee, was sollen denn die Leute denken???“ insgesamt war es aber sehr entspannend, erst etwas Wasserschatten geschwommen und dann mehr oder weniger souverän überholt und alleine weiter.
In der Wechselzone noch kurz Paola und Kim getroffen, genauso wie unser 2. Herrenteam, die noch 45 Minuten Zeit hatten. Wohl den Wechsel meine Lebens absolviert und direkt schon mal die ersten überholt.

Fahrradfahren. Meine größte Leidenschaft. Die erste Runde lief super und ich habe mich riesig gefreut, dass es keine Berge gab und die Kurven auch recht human waren. 2. Runde lief auch noch, aber so langsam bekam ich ein Problem. Wenn es keine Berge gibt, wann esse ich dann mein Gel????
3. Runde, scheiße, mal wieder viel zu schnell angegangen, das große Überholen hat begonnen. Der Vorteil: Endlich Zeit mein Gel zu futtern. Lecker! Aber jetzt tun meine Schultern weh. Runter vom Auflieger??? Nee, geht gar nicht, wenn das jemand fotografiert?! Da das ganze eine Wendepunktstrecke war, hatte ich Paola (die vor mir war) und Kim (hinter mir) immer schön im Blick. Auf  der letzten Runde ist Kim dann auch noch elegant an mir vorbeigezogen (genauso wie gefühlt die halbe Liga, die mich nicht schon vorher überholt hatte) und ich kam im Prinzip schon völlig zerstört in die Wechselzone. Auch hier wieder meine Mannschaft getroffen (Mädels, wir sollten auch mal nen Teamsprint machen) und mit Wut im Bauch auf die Laufstrecke.
Und wie das so ist, wenn man wütend ist, geht man viel zu schnell an. Nach dem ersten klometer habe ich schon gedacht „scheiße, du Depp“ aber egal, jetzt erst mal schnell von denen hinter dir wegkommen, dass die nix merken. Und dann kamen Kristina und Nora ☺ Auf dem Rad kriegt man ja nicht so viel mit, aber  bei meinem Lauftempo hatten sie genug Zeit mir nen kleinen Roman zu erzählen. Was sie genau gesagt haben, keine Ahnung, irgendwas mit gut aussehen und ich soll doch gefälligst laufen.

Runde 2, Wut war weg, jetzt nur noch pure Angst „Was passiert, wenn ich das Tempo nicht durchhalte??“ Wieder an den beiden vorbei, wieder nette Worte und der Befehl weiter zu rennen. Also gut, dann lauf ich halt. Kopf war eh  nicht mehr funktionstüchtig. Runde 3. ich seh orange. Also, Zähne zusammen beißen, Knie hoch, langer Schritt (ausgehsehen hat es vermutlich eher nach schlurf, stolper, krummer Rücken) Runde 4. Ich bin tot. eigentlich will ich langsamer machen, aber ich weiß nie hinter welcher Ecke Kristina und Nora stehen könnten und wenn die mich schleichen sehen, machen die mich fertig. also zumindest versuchen gut auszusehen (was in unseren Einteilern ja nicht schwer fällt) Verarscht. die beiden standen gar nicht mehr an der Strecke... Egal, ins Ziel gestolpert, gefühlte 3l Wasser getrunken, Paola und Kim in Empfang genommen und dann der erste Hoffnungsschimmer, gaaaaaaanz vielleicht könnte es fürs Treppchen gereicht haben. Tatsächlich. Nach 2 treppchenlosen Jahren unsere Damen, gleich 2x in 8 Tagen! Bei der Siegerehrung hat man uns unsere Unerfahrenheit vermutlich auch sofort angemerkt. Während   TVG Buschhütten und Tritahlon Team Maxcycles Witten schon geduscht auf dem Anhänger-Podest standen, liefen wir noch etwas orientierungslos in unseren (unheimlich schönen!) Einteilern herum.

Aber egal, wir sind ja noch lernfähig!

Mädels, ich bin stolz auf euch! Alle! Und  ist es mir jetzt auch völlig wurscht, dass ich mit Mandelentzündung vor mich hin vegetieren muss! Ein geiles Rennen, ein geiles Wochenende, was für ein geiler DLC!

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