T3 Triathlon in Düsseldorf 2011

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Rennberichte Liga

T3 Triathlon in Düsseldorf 2011

Als wir in Düsseldorf ankamen waren die Veranstaltung schon in vollem Gange. Die Startfelder vor uns pflügten schon durchs Wasser, strampelten auf der Straße oder drehten ihre Laufrunden um den Landtag. Das Wetter sah sehr vielversprechend aus. Es regnete nicht, war nicht zu heiß und es war windig. Zum Glück, so ist die flache Radstrecke wenigstens ein bisschen selektiv. Das war jedenfalls meine Hoffnung.

Also Startnummer abholen und wieder zurück zur Wechselzone. Oh man, die ist aber groß! Na zum Glück muss ich dann nicht so viel mit dem Rad zum Aufstieg laufen. Leider hat die Medaille auch immer eine Kehrseite, das ging mir da aber noch nicht auf. Beim Aufbau meines Wechselplatzes, merkte ich, dass mein Sattel viel zu hoch ist. Eigentlich sollte man seinen Sattel in die Stange einhängen. Der Haken an der Sache, mein Sattel passt nicht unter der Stange durch. Na toll! Also musste das gute Panzertape her und der Sattel wurde an die Stange geklebt.

So, der Wechselplatzes steht, jetzt noch mal fix die Laufwege ansehen. Oh weh, vom Schwimmen ist es aber ein ganz schönes Stück bis zum Rädchen. Und was, da sollen wir vom Rad steigen? Das heißt ja, ich muss ein mal an der ganzen Wechselzone vorbei und dann wieder durch die Zone zurück. Na das kann ja spaßig werden.

Mittlerweile hatte sich bei der Veranstaltung eine Verspätung von etwa einer viertel Stunde eingeschlichen. Egal, so wurde es nicht so stressig.

Als wir im Vorstartbereich standen, gingen Frodo und Konsorten gerade auf die erste Laufrunde und hatten ein Höllentempo drauf. So wird das wohl keiner von uns anlaufen. Neo zu, Padekappe auf den Kopf und die Brille auf die Nase. Oh ja, und ich hab natürlich am Freitag noch groß rumgetönt, ich hab noch nie einen auf die Brille bekommen, ich schwimm mit meiner Schwedenbrille! Was für eine blöde Idee. Während die Athleten noch zum Schwimmstart gingen fand schon die Wettkampfbesprechung statt, von der ich mal gar nichts mitbekam. Selbst wenn ich gewollt hätte.

Zack, alle ins Wasser, einschwimmen und auf zur Startaufstellung zwischen den Stegen.

Das Startsignal ertönte und alle schwammen los. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich glaube so viele Schläge auf den Kopf, die Arme, ins Gesicht und auf die Brille habe ich noch nie eingesteckt. Und dabei bin ich noch seitlich im Feld geschwommen. Ich will nicht wissen wie es den Leuten mitten drin ergangen ist, die ärmsten. Nach der ersten von zwei Schwimmrunden war das Feld so weit auseinander gezogen, dass das Schwimmen richtig angenehm war. Also die letzte Runde noch mal druck machen und zum blauen Teppich beim Ausstieg schwimmen. Warum ist der eigentlich blau? Ich will nen roten Teppich!

Als ich zu meinem Rad kam sah ich Tommes und Daniel gerade aus der Wechselzone flitzen. Ok, so schlecht kannst du gar nicht geschwommen sein. Keine Zeit verlieren und auf geht’s, hinterher! Jetzt begann der nächste Spaß. Den ersten Sturz auf der unebenen Straße gab es dann schon sehr bald. Viel passiert schien zum Glück nicht zu sein. Der Athlet stand schon wieder. Rauf auf die Rheinbrücke und die ersten Leute einsammeln. Einer davon schien sich wohl in meinen Windschatten gehangen zu haben. Es dauerte ein bisschen, dann hörte ich ein Motorrad und eine Trillerpfeife. Ja, richtig so! Immer schön pfeifen. Trotzdem konnten die Kampfrichter leider nicht alle Gruppen auflösen. Dies war aber auch der Streckenführung geschuldet. Teilweise war die Straße zu eng um einen regelgerechten Überholvorgang durchzuführen. An der Esprit-Arena ging es dann wieder zurück, jetzt mit Rückenwind. Noch mal Druck aufs Pedal und die breite Straße nutzen und vorbei an der Gruppe. Leider hab ich die Rechnung ohne die Gruppe gemacht, kurz vor dem Landtag hatten sie mich dann wieder überholt. Also Oberlenker, rollen lassen und die Zeit zum Trinken nutzen. Dann ging es über ein kurzes Stück schmaleren Fußweg auf eine Kopfsteinpflaster-Straße. Oh, mein armes kleine Fahrrad! Es hat so sehr geruckelt, dass mein Ersatzschlauchreifen und die Pumpe fliegen gelernt haben. Also jetzt bitte keinen Platten mehr. Und auf geht’s in die zweite Runde. Da jetzt auch die Startgruppe nach uns auf der Radstrecke war, wurde es richtig voll. An ein regelkonformes Fahren war fast nicht mehr zu denken, selbst wenn man gewollt hätte. Die Kampfrichter haben auch nur resigniert mit den Schultern gezuckt. Ohne weitere Vorkommnisse die Wechselzone erreicht.

Während des langen Schiebens fühlten sich die Beine so gar nicht gut an. Wenigstens war Tommes nicht so weit weg. Ein Helfer rief mir 30 Sek. zu. Damit kann ich wirklich leben. Rad abstellen, Laufschühchen an und beißen. Mein eigentliches Ziel für die Laufstrecke konnte ich leider nicht mehr umsetzen. Die Zeit blieb doch langsamer als erhofft. Von der Laufstrecke habe ich nicht so viel mitbekommen. Das einzige, an das ich mich erinnern kann ist: Jetzt quäl dich; nicht langsamer werden; Beine hoch. Damit lag ich mir die ganze Zeit selbst in den Ohren. Kurz nach dem letzten Wendepunkt kam mir Daniel entgegen und rief mir zur: „Wenn ich dich noch vor dem Ziel bekomme, dann gibt’s aufs Maul!“ Also noch mal die Beine in die Hand nehmen. Bis ins Ziel habe ich knapp fünf Sek. Vorsprung gerettet. Also blieb ich körperlich unversehrt;-) Trotzdem war ich total platt aber glücklich.

Im Ziel warteten schon Tommes und André auf uns. Auch Nora und Jenny ließen nicht lange auf sich warten.

Bilanz des Rennens: Tommes hat den 3. Platz und Nora den 2. Platz in der jeweiligen AK geholt. Glückwunsch zur super Leistung!

Die Veranstaltung war sehr gut organisiert. Es hat super viel Spaß gemacht und die Stimmung an der Strecke war auch Top. Ein dieser Stelle ein Dank an den mitgereisten Fanclub! Sicher kann man fürs nächste Jahr ein paar Änderungen vornehmen. Aber es war ja die erste Auflage und dafür verdammt noch mal super, weiter so!

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